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Führung

Eleanor Antin. Eine Retrospektive

Donnerstag, 30. April 2026

Beginn:
18:00 Uhr
Ende:
19:00 Uhr
Ort:

Kunstmuseum Liechtenstein

Führung und Gespräch (in englischer Sprache) mit Christiane Meyer-Stoll und Katia Pascariu

An diesem Abend begrüsst das Kunstmuseum einen besonderen Gast: Katia Pascariu. Die rumänische Film- und Theaterschauspielerin sowie multidisziplinäre Performerin wurde international durch ihre Hauptrolle in Bad Luck Banging or Loony Porn (Regie: Radu Jude) bekannt, der 2021 die Berlinale gewann. Hierfür wurde sie unter anderem von der New York Times als eine der besten Schauspielerinnen des Jahres ausgezeichnet. 2022 erhielt sie den Gopo Award und wurde 2025 beim Locarno Film Festival mit dem Boccalino d'Oro als beste Schauspielerin geehrt. Neben ihrer Filmarbeit ist Pascariu am jiddischen Teatrul Evreiesc de Stat in Bukarest tätig. Sie tritt in Rumänisch, Englisch, Französisch und Jiddisch auf.

In einem gemeinsamen Rundgang mit Christiane Meyer-Stoll, Direktorin des Kunstmuseum Liechtenstein und Kuratorin der Ausstellung, eröffnet sie mit ihrem Blick als Schauspielerin und ihrer Erfahrung im jiddischen Theater neue Zugänge zur Retrospektive von Eleanor Antin.

Eleanor Antin (geb. 1935 in New York, USA) zählt zu den Pionierinnen der konzeptuellen und feministischen Kunst. Ihre medienübergreifende Praxis – von Fotografie, Film und Performance über Text und Zeichnung bis zu Installation – verhandelt Fragen nach Identität, Macht und gesellschaftlichen Rollenbildern. Immer wieder treten dabei fiktive Alter Egos auf – wie der «King», die «Ballerina» oder die «Nurse». Mit ihnen schlüpft Antin in verschiedene Rollen und erzählt Geschichten, die Persönliches und Historisches miteinander verweben. Die legendäre Fotoserie 100 Boots (1971–1973), ein Roadmovie ohne Menschen, steht exemplarisch für Antins scharfen Witz, die Ironie und das politische Gespür, die ihr Schaffen prägen.

Die erste grosse Retrospektive seit 1999 – und die erste überhaupt in Europa – zeigt das Werk von Eleanor Antin in all seiner Vielschichtigkeit. Die Ausstellung macht deutlich, wie aktuell und wirkmächtig ihre Arbeit geblieben ist – seit den späten 1960er-Jahren bis heute.

Quelle Bild: www.kunstmuseum.li

 

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